Chiaöl – flüssiges Gold aus den Händen der Mayas

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Schon vor Jahrhunderten haben die Maya die vielfältige Wirkung des Chiasamens entdeckt. Und bis heute macht das Superfood aus den Tiefen Mexikos seinem Namen alle Ehre. Hier erfahren Sie, was es mit diesen Samen auf sich hat und inwiefern er jedermanns Gesundheit einen Mehrwert bieten kann.

Anwendungen und Wirkung des Samens

Aus der Sprache der Maya stammend, bedeutet das Wort „Chia“ nichts anderes als „Stärke“. Chiasamen stärken den ganzen Körper. Vor allem aber steigern Sie die Leistungsfähigkeit des Gedächnis. Lebensmittel wie etwa Weißbrot, bestehen aus kurzkettigen Sachariden(Zuckerketten) und werden infolge dessen schneller verdaut. Der Chiasamen besitzt komplexere, längere Ketten, die mehr Zeit zur Spaltung benötigen und dadurch auch mehr Energie an den Körper liefern können. Folglich bietet der Samen eine entschlackende Wirkung, unterstützt die Verdauung, schützt das Herz und beugt Hautalterung vor.

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Durch hohe Nährstoffdichte trägt er außerdem zu einem guten Energiestoffwechsel und einem gesunden Aufbau des Gewebes bei, was sich förderlich auf die Heilung von Wunden auswirkt und vor allem für Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit nützlich sein kann. Chiasamen helfen dem Körper außerdem durch Stärkung des Immunsystems Krankheiten vorzubeugen.

Herkunft

Der Samen stammt aus dem südlichen Mexiko. Er wächst bevorzugt auf gut belüfteten, stickstoffhaltigen, nährstoffreichen und nicht zu salzigen Böden. Auch muss eine gewisse Sonnenstundenzahl pro Tag gegeben sein, damit die Pflanze nicht verwelkt. Ideal für das Wachstum sind Temperaturen zwischen 16 und 26 Grad. Dabei sind die Plantagen auf 400-2500 Höhenmetern angelegt.
Inzwischen wird Chia auch in Australien, Guatemala, Südamerika, Bolivien, Kolumbien, Peru und Argentinien kultiviert.

Mineralstoffe und Vitamine

Eine der wichtigsten Gründe für den Verzehr von sowohl Chiasamen als auch Öl ist der hohe Omega-3 Fettsäurengehalt. Dieser beträgt circa 18 % und ist damit fast so hoch wie der von Leinsamen, allerdings bei deutlich weniger Kalorien.
Außerdem enthält der Samen, aus dem das Chiaöl mit einem physikalischen Extraktionsverfahren gewonnen wird, etwa doppelt so viel Eiweiß wie Getreide: 20 % bei nicht mal 5 % Kohlenhydraten.
Kalzium ist ebenfalls im großen Anteil in den Samen enthalten. Der Anteil übertrifft den von Milch um das Fünffache (circa 630 mg pro 100 g Chia). Damit entsprechen 15 g Chiasamen bereits einem Zehntel des Tagesbedarfs. Um diese Menge mit dem Chiaöl abzudecken, werden etwa 10ml benötigt.
Das sonst dafür bekannte Spinat wird in seinem Eisengehalt übertroffen: nahezu doppelt so viel haben die Samen zu bieten. 15 g Chiasamen decken etwa 10 % des Tagesbedarfs an Eisen ab.
Außerdem deckt man mit dem Verzehr einen großen Teil des Tagesbedarfs an Vitamin B3, Zink, und Ballaststoffen ab.

Wirkung

Schon die alten Azteken und Maya haben das Heute „Superfood“ genannte Heilmittel bei zahlreichen Beschwerden und Gesundheitsproblemen benutzt. Beispiele für Symptome, bei denen Chia zur Anwendung kommt, sind:

Gelenkschmerzen:
Dank ihres Reichtums an Antioxidantien und des hohen Omega-3 Gehalts hat die Einnahme schmerzlindernde Wirkung für strapazierte Gelenke.

Diabetes

Auch bei Diabetes sind bei Einnahme immer wieder heilende Effekte zu beobachten. Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen wird der Blutzuckerspiegel reguliert. In Mexiko liegen inzwischen erste Ergebnisse bei der Herstellung naturheilkundlicher Medikamente gegen Diabetes vor.

Übergewicht durch Fettleibigkeit:

Eine weitere, hochgeschätzte Wirkung ist Gewichtsreduktion: Der Samen verursacht ein starkes und langanhaltendes Sättigungsgefühl, was beim Verzicht auf übermäßigen Konsum und somit bei der Gewichtsabnahme helfen kann. In einer Studie hat sich gezeigt, dass dadurch vor allem das sonst schwer abzubauende Bauchfett reduziert werden kann.

Bluthochdruck:

Oft diskutiert wird auch die Wirkung gegen Bluthochdruck. Im Jahr 2014 fand man im Rahmen einer brasilianischen Studie heraus, dass der Blutdruck durch den Samen gesenkt werden kann.

Reizdarm:

Beliebt ist auch die Einnahme beim Reizdarmsyndrom, da Chia vergleichbare, giftstoffbereinigende Wirkungen wie Flohsamen zeigt.

Cholesterin-Fehlwerte:

Der Ballaststoff und Omega-3 Gehalt greift bekanntermaßen auch in den Cholesterinspiegel ein und hat hier regulierende Wirkung.

Sodbrennen:

Wohl eine auch weit verbreitete Beschwerde ist Sodbrennen – auch hier hilft die Wirkung des Samens, der überschüssige Säuren aufsaugt und dadurch Symptome lindert.

Chia Samen Natives Öl - 10ml - 100% Pur
  • Natives Chiakernöl 10 ml
  • Botanischer Name: Salbei Hispanica
  • Chiasamenöl ist eine bemerkenswerte und stabile Quelle für Omega-3-Fettsäuren (bis zu 65%) und Omega-6 Fettsäuren (bis zu 21%)
  • Die natürliche antioxidative Zusammensetzung von Chiasamenöl hilft, die Stabilität des Öls zu erhalten und es gilt als wesentlich stabiler als Leinsamenöl und andere pflanzliche Öle, die reich an Omega-3 sind.
  • Das Öl ist auch eine nennenswerte Quelle von Aminosäuren, B-Vitaminen und Mineralien, einschließlich Zink

Dosierung Und Einnahme

Es gibt drei Möglichkeiten die Samen zu verzehren: im Ganzen, gemahlen oder als Öl.
Nimmt man den Samen im Ganzen zu sich, wirkt vor allem der Vorteil des hohen Ballaststoffgehalts. Auch die Wasserspeicherfähigkeit und das Sättigungsvermögen entfalten dann ihre volle Wirkung. Nachteil ist jedoch, dass nicht der vollständige Nährstoffgehalt in den Verdauungsapparat gelangt, da der Magen es nicht aus eigener Kraft schafft, den Samen vollständig aufzuspalten. Er wird teilweise unverdaut ausgeschieden.
Möchte man also möglichst viel von den Spurenelementen, Mineralstoffen, Vitaminen und Omega-3 Säuren zuführen, wird empfohlen den Samen vor dem Verzehr zu mahlen. Hierfür sind Minimixer geeignet die das in Sekunden erledigen. Von Getreidemühlen wird eher abgeraten, da das Öl des Chiasamens das Mahlwerk verkleben könnte.
Alternativ bietet sich Chiaöl an. Besonders wenn der Wert der Inhaltsstoffe ausgeschöpft werden soll und die saugende Wirkung des Kerns nur eine untergeordnete Rolle spielt, kann das Öl am besten wirken.

Leckere Rezepte zur Verwendung des Superfoods

Hier empfehlen wir Ihnen einige Kreationen aus der Küche der Rohkost.
Chiasamen bzw Öl verabreichen dem Körper einen Kick an Vitalstoffen. Vor Anwendung des Samens sollten Sie sie 10 Minuten einweichen lassen oder mahlen. Chiaäl dagegen kann der Mahlzeit problemlos im gekauften Zustand hinzugegeben werden.

chia-oel-super1.Chia Basis Gel
– Eine Drittel Tasse Chiasamen
– Zwei Tassen Wasser
Lassen Sie eine Drittel Tasse voll mit den Samen in zwei Tassen Wasser einweichen. Rühren Sie die Masse gut um und wahren Sie sie in einem geschlossenen Behältnis im Kühlschrank auf. Nach 10 Minuten bildet sich ein klebriges Gel. Nach mehreren Stunden Einweichzeit sind die Nährstoffe leichter zu verdauen. Das Gel kann pur eingenommen werden oder auch mit Gewürzen verfeinert und anderen Lebensmitteln ihrer Wahl kombiniert werden. Im Kühlschrank ist es ca. drei Wochen haltbar. Chiaöl stellt eine alternative zum Gel dar und kann beispielsweise mit aufgekochten Haferflocken kombiniert werden, was auch für die anderen Rezepte als Basis verwendet werden kann.

2.Chia Gel Müsli
– Eine Tasse Chia Basis Gel
– Zwei Bananen mit einer Gabel zerdrücken
– Ein Teelöffel Lucuma Pulver
– Eine viertel Tasse Rosinen
– Eine viertel Tasse Kürbiskernöl
Alles gut in einer Schüssel durchmischen und schon ist das Gericht fertig zum Verzehr.

3.Fruchtigees Chia
– Drei kleine Äpfel
– Acht kernlose Datteln
– Vier Teelöffel Chiasamen
– Eine viertel Tasse getrockneter Maulbeeren
Die Äpfel und Datteln werden in kleine Stücke geschnitten den Chiasamen beigemischt. Im Anschluss Maulbeeren hinzugeben.Dieser Mix sollte nun mindestens 10 Minuten lang stehen, damit sich die Zutaten miteinander verbinden können. Fertig.

4. „Bananapaya Chia“
– Eine Banane
– Dreiviertel Tasse Papaya Fleisch
– Sechs getrocknete türkische Feigen
– Vier Teelöffel gemahlenes Chia
– ein Teelöffel Chiaöl
Die Banane wird in Scheiben geschnitten und die Feigen zerkleinert. Jetzt das Papayafleisch hinzugeben und die Chiasamen gemeinsam mit dem Öl hinzurühren. Am besten Abends zuzubereiten und im Anschluss am Morgen zu genießen.

5. „Persinane“-Chia
– 1-2 Persimonen (Kaki)
– 1-2 Bananen
– 4-5 TL Chia-Samen
– eine Handvoll Goji-Beeren
– eine Handvoll Kürbiskerne
– 1 TL Maca
– 1 TL Zimt
Schneiden Sie die Persimonen (Kaki) und die Bananen in kleine Stücke. Vermischen Sie das frische Obst mit den übrigen Zutaten und lassen Sie das „Persinane“-Chia vor dem Verzehr mindestens 10 Minuten lang stehen.

6. Roher Chia-„Reis-Pudding“
– 4-5 TL Chia-Samen
– 2 Tassen Mandelmilch
– Honig oder Agavensirup für den Geschmack
– 1 Prise Vanille, Zimt oder Kardamom
Weichen Sie die Chia-Samen für etwa 10 Minuten in der Mandelmilch ein. Süßen Sie den rohen Chia-„Reis-Pudding“ nach Geschmack mit Honig oder Agavensirup und würzen Sie ihn nach Belieben mit Vanille, Zimt oder Kardamom.

7. Grünes Chia
– 8 getrocknete Pflaumen, eingeweicht in 500 ml reinem Wasser
– 1 TL Spirulina-Pulver
– 1/3 Tasse Chia-Samen
Lassen Sie die Chia-Samen in dem Wasser der getrockneten Pflaumen quellen. Damit übernehmen die Samen den Geschmack des Pflaumensaftes und es gehen keine Nährstoffe verloren. Mischen Sie anschließend die Pflaumen und das Spirulina-Pulver zu den eingeweichten Chia-Samen und lassen Sie die Mischung mindestens 10 Minuten lang ruhen. Das geschmacklich nahezu neutrale Spirulina-Pulver ergänzt den vitalstoffreichen Chia-Pflaumen-Mix um wertvolles Chlorophyll.

8 .Chia-Shortbread
– 4-5 TL Chia-Samen
– 2 Tassen frischer Apfelsaft
– 2 TL Lucuma-Pulver
– ¼ Tasse getrocknete Maulbeeren
– ¼ Tasse Kürbiskerne
Weichen Sie die Chia-Samen in Apfelsaft ein. Rühren Sie die übrigen Zutaten unter und lassen Sie die Masse vor dem Verzehr mindestens zehn Minuten lang stehen. Der Geschmack dieser ausgefallenen Mischung erinnert an den schottischen Keks-Klassiker „Shortbread“.

9. „Chia Fresca“
– 2 TL Chia-Samen
– 280 ml reines Wasser
– Saft einer Zitrone oder Limette
– Agavensirup oder Honig
Dieses gesunde Erfrischungsgetränk ist in Mexiko sehr populär. Es ähnelt dem Geschmack von Softdrinks, wirkt jedoch vollkommen ohne Chemie!

chia-oel-samenLagerfähigkeit
Chiasamen, insbesondere auch Öl, sind deutlich länger haltbar als Leinsamen und sind deshalb sehr gut als Nahrungsmittel für den Vorrat geeignet. Sie lassen sich problemlos zwischen vier und fünf Jahre lang aufbewahren und büßen dabei nichts an Nährstoffgehalt oder Geschmack ein. Leinsamen dagegen werden schon nach wenigen Wochen ranzig und ungenießbar. Der Samen sollte allerdings von Feuchtigkeit ferngehalten werden, da er sonst durch die Flüssigkeitszufuhr sehr schnell aufquillt. Der Samen verklebt und ist im Anschluss unbrauchbar, außer er wird direkt weiter verarbeitet. Sollte er doch einmal aus Versehen an Feuchtigkeit gelangt sein kann er bei niedrigen Umluft-Temperaturen und offener Backofentüre getrocknet werden. Außerdem sollte Acht vor Lebensmittelmotten gegeben werden! Diese sind klug und platzieren ihre Brut gerne auf den Samen, da diese nicht mit Pflanzenschutzmitteln verseucht sind. Häufig auch werden die Samen im Gewürzbehälter aufbewahrt, wo sie in kleiner Menge sofort zu Verfügung stehen und der Rest im Trockenen in einem Aufbewahrungsglas auf den Verzehr wartet.

Braten und Frittieren

Da beim Braten sehr hohen Temperaturen auftreten, sollte es möglichst vermieden werden. Es könnte ein Teil der Nährstoffe, vor allem Omega-3 Fettsäuren zerstört werden. Beim Backen sollten 190 Grad nicht überschritten werden. Auf die Fritteuse sollte ganz und gar verzichtet werden, da auch dort kritische Temperaturen erreicht werden.
Bei Chiaöl dagegen verhält es sich anders: Beim Braten und frittieren kann dieses verwendet werden, allerdings sollte auch hier, ähnlich wie bei Olivenöl, darauf geachtet werden, dass das Öl keinen Höchsttemperaturen (in der Pfanne) ausgesetzt wird.

Einkauf

Der Samen ist inzwischen handelsüblich und in den meisten großen Supermarktketten im Sortiment vorzufinden. Vor Allem in Bioläden und auf gesunde Ernährung spezialisierte Kleinmärkte bieten hierzu verschiedenste Produktpaletten. Oftmals wird die Bestellung im Internet bevorzugt. Auch dort kann man das Superfood bereits bei vielen großen bekannten Anbietern finden.
Nebenwirkungen
Trotz der vielen positiven Effekte des Samens sollte man auch die Nebenwirkungen kennen. Chiasamen weisen eine hohe Ähnlichkeit gegenüber Salbei auf. Sie gehören zur Gattung der Lippenblütler, was auch den hohen Anteil der Omega-3 Säuren erklärt. Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten mit dem Arzt abklären, ob der Verzehr in Kombination gefahrlos möglich ist, da die Kombination aus Blutverdünnungsmittel und der blutdrucksenkenden Wirkung des Chiasamens zum Problem werden könnte. Außerdem wurde der Samen in der Forschung auf Allergene geprüft. Manchmal kann ein übertriebener Verzehr zu tränenden Augen, zu Ausschlägen auf der Haut oder sogar zu Nesselsucht führen. Nebenwirkungen können dann Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verdauungsprobleme oder Zungenschwellungen sein. Bei Auftreten einer dieser eher seltenen Reaktionen sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Wird die Dosis jedoch im empfohlenen Rahmen gehalten, konnten bisher keine Nebenwirkungen beobachtet werden.

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Eine weitere, eigentlich gute Nebenwirkung ist die hohe Flüssigkeitsaufnahme des Samens. So kann der Wasserhaushalt des Körpers vor allem bei hohen Anstrengungen aufrechterhalten werden, ohne dass die Samen dabei schwer im Magen liegen. Weil die Samen aber aufquellen und ihr Volumen innerhalb von wenigen Minuten stark anschwillt, fegen sie dann regelrecht durch den Darmtrakt. Das kann bei der Ausleitung von Giftstoffen helfen, aber auch Nebenwirkungen mit Durchfall und Blähungen mit sich ziehen.

Fazit:

Das seit einigen Jahren modern gewordene Superfood bietet also Körper und Geist einen großen Mehrwert. Auch wenn es eher im hören Preissegment angesiedelt ist, lohnt sich doch eine regelmäßige Beigabe zu Speisen für die vielfältige Wirkung gegen allerlei Alltagsbeschwerden und für den hohen gelieferten Energiegehalt.

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