Guarana

GUARANA_superfood

Guarana: Der Muntermacher aus dem Dschungel

Wegen seinem hohen Koffein-Gehalt, der den einer Kaffeebohne um ein Fünffaches schlägt, wird das Seifenbaumgewächs Guarana auch gern als „Koffein-Liane“ bezeichnet. Förderung der Konzentration und Linderung von Hunger und Durst sind zusätzliche Wirkungen. In Deutschland werden Produkte, die Guarana enthalten vor allem in Apotheken und Biogeschäften verkauft, meist als Pulver oder Kapsel.

Anwendung und Wirkung

Bekannt und beliebt ist die Guarana Pflanze besonders wegen ihrem hohen Koffein-Gehalt. Sie dient als Wachmacher und die Wirkung hält bis zu neun Stunden an, deutlich länger also als bei Kaffee. Vor allem für Menschen, die keinen Kaffee vertragen, aber dennoch morgens etwas zum wach werden brauchen, ist Guarana eine wirkungsvolle und gesunde Alternative. Zusätzlich zur vitalisierenden Wirkung, wirkt sich die Einnahme auch positiv auf den Gemütszustand aus. Daraus resultierend, dass Guarana Samen eine besonders hohe Menge an Theobromin und Theophyllin enthalten, welche die Ausschüttung einiger Substanzen im Körper hemmen, die für Müdigkeit oder verlangsamten Herzschlag sorgen, beispielsweise Adenosin. Außerdem wird die Konzentration und das geistige Leistungsvermögen gefördert.
Erwiesenermaßen ist die Wunder-Pflanze auch ein wirkungsvoller „Kater-Killer“. Dank dem hohen Koffeingehalt in Verbindung mit der sehr guten Verträglichkeit des ballaststoffreichen Mittels fungiert es hervorragend als schnelle Medizin gegen die Kopfschmerzen nach einer langen Nacht.

Auch in der Medizin wird dieses Powermittel verwendet. Vor allem Fieber, Krämpfe und Migräne werden mit Guarana behandelt, genauso wie auch Darmbeschwerden wie Durchfall oder Verstopfung. Da die Pflanze außerdem blutverdünnend wirkt, kann sie Thrombose vorbeugen und die Gewebedurchblutung fördern.
Wegen dem hohen Koffein-Gehalt sollte jedoch bedacht mit der Einnahme umgegangen werden. Eine dauerhafte, zu hohe Dosierung kann zu Kopfschmerzen, Schlafproblemen und Herzrasen führen. Zittern oder innere Unruhe können weitere Nebenwirkungen sein. 3 bis 4 Gramm Guarana Pulver entsprechen etwa 150-200 Milligramm Koffein, vergleichbar mit ca. vier Tassen Kaffee. Diese tägliche Dosis ist unbedenklich, sollte jedoch im Normalfall nicht überschritten werden. Ein weiterer Nebeneffekt bei der Einnahme ist nicht nur das Dämpfen von Hunger, sondern auch von Durst. Es sollte also stets darauf geachtet werden, dass die Flüssigkeitszufuhr nicht zu kurz kommt.
Ein weiterer Bereich, in dem die Früchte seit den 1980er Jahren erfolgreich angewandt wird, ist die Kosmetik. Wegen den belebenden Inhaltsstoffen der Pflanze, ist sie vor allem in Anti-Cellulite-Cremes ein häufig anzutreffendes Wundermittel. Sowie auch in Shampoos – dort beugt es Haarausfall vor und sorgt für mehr Volumen und Griffigkeit.
Eine Weile wurde es auch als Diätmittel verwendet, da bekannt wurde, dass das Hungergefühl durch die Einnahme gedämpft wird. Allerdings ist heutzutage erwiesen, dass die Wirkung in diesem Fall eher überschätzt wurde. Guarana sorgt nur sehr kurzzeitig für den Verlust von Appetit und kann nicht alleinstehend als Schlankmacher angewandt werden.
Kaufen kann man die unterschiedlichen Produkte in Reformhäusern und Apotheken, teilweise auch in Drogerien. Jedoch ist die Auswahl meist sehr eingeschränkt, daher empfiehlt es sich, im Onlinehandel zu bestellen. Dort gibt es eine reiche Auswahl an vielen verschiedenen Produkten, angefangen bei Kaugummis und Müsliriegeln, bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln, Pulver, Kapseln und Cremes.
Kinder unter 10 Jahren, Schwangere und Menschen mit chronischen Kopfschmerzen sollten wegen des hohen Koffein-Gehalts auf den Verzehr gänzlich verzichten. Ebenso Personen mit Schilddrüsenüberfunktion oder hohem Blutdruck. Auf die Kombination mit blutverdünnenden Medikamenten sollte ebenfalls verzichtet werden.

GUARANA_superfoodsHerkunft und Herstellung

Ihren Namen verdankt die Pflanze dem in Südamerika beheimateten indianischen Stamm der Guarini, die schon früh ihre positive Wirkung entdeckten und nutzten. Schon seit Jahrhunderten werden die Guarana Samen von den Indianern am Amazonas als Heilmittel und Energiereserve benutzt. Besonders auf mehrtägigen Jagdausflügen diente und dient die Einnahme einer höheren Konzentrationsfähigkeit und beugt kurzzeitig Hunger und Durst vor. Die geschälten und getrockneten Samen werden hierfür zu einem Pulver verarbeitet und mit Wasser vermischt eingenommen. Eine weitere Zubereitungsart, der vor einer Jagd eine gewisse Tradition zugrunde liegt, ist die der sogenannten „Bastones“. Hierzu wird erst das Pulver hergestellt, danach wird es mit Wasser und Maniokstärke zu einer Paste weiterverarbeitet und geräuchert. Somit entsteht eine Art Brotlaib. Mehrmals täglich wird dann mit einem Fischknochen etwas davon abgeschabt, in Wasser aufgelöst und getrunken, um die Energie zu steigern. Die Indianer nennen die Pflanze auch „wara“, was „Frucht der Jugend“ bedeutet.
In den 40er Jahren begann die wissenschaftliche Forschung und die Dschungelpflanze fand vor allem in Europa und Amerika immer mehr Anwendungsbereiche. Bereits in den 1980er Jahren wurde sie immer beliebter. Die ersten Produkte mit Guarana wurden in Supermärkten verkauft und fanden großen Anklang bei den Endverbrauchern. Somit wurden nach und nach immer mehr Artikel auf den Markt gebracht und heutzutage gibt es eine vielfältige Auswahl aus jedem Bereich.

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Guarana-Stauden werden bis zu 15 Metern hoch und die Äste sind behaart, verholzt und weich. Je älter sie werden, desto mehr verkahlen sie, also verlieren die Härchen, und erinnern somit an Lianen. Die leuchtend roten Früchte verlieren, je reifer sie werden, immer mehr an Farbe, sodass sie am Schluss eher zu einem matten orange werden. Sobald sie erntereif sind, platzen die Schalen auf und sehen aus wie Augen. Deswegen nannten einige indigene Völker sie auch „das Auge des Waldes“ und benutzten sie für diverse Zeremonien. Nicht nur wegen ihren früh erkannten positiven Wirkungen ist sie bei den Indianern sehr beliebt, sondern auch wegen ihrer nachgesagten Magie, sodass sie von ihnen kultiviert wurde. Als die Spanier ihre ersten Kolonien in Südamerika errichteten, waren es die Guarani, die sie auf diese Wunderpflanze aufmerksam machten. Somit erhielt die wichtige Frucht ihren Namen.
Die Lianenpflanzen werden nicht als Monokultur angebaut, sondern wachsen wild im Amazonasbecken in einer abwechslungsreichen Vielfalt. Da sie weit verstreut in einem großen Gebiet wachsen, müssen bei der Ernte der roten Beeren lange Wege von bis zu 10 Kilometern zurückgelegt werden, was durch die hohen Temperaturen besonders beschwerlich ist. Nach der Ernte werden die Früchte in Säcke umgefüllt und 4 bis 6 Tage fermentiert. Dies dient einer Steigerung des Koffeingehalts, wenn sich die Schale vom Kern löst. Nachdem die Kerne im nachfolgenden Prozess gewaschen und mehrere Tage getrocknet wurden, werden sie zu einer mikrobiologischen Analyse ins Labor geschickt, um sie dann nach Europa zu transportieren. Die übrig gebliebenen Schalen dienen als Naturdünger. Somit wird die gesamte Pflanze, sogar die Abfallreste, verwendet.
Es ist nicht möglich, die Stauden in Europa zu kultivieren, da die klimatischen Bedingungen ein positives Gedeihen nicht zulassen würden. Der Export von Südamerika nach Europa verläuft zu fairen Konditionen und unterstützt die kleinen Familienbetriebe dort, die sich vor allem für den Erhalt des Regenwaldes einsetzen. Dadurch entsteht ein positiver Austausch, der beiden Kontinenten zugute kommt.

Inhaltsstoffe

Der hohe Koffein-Anteil von 0,9 bis 7,6 Prozent ist der wichtigste Inhaltsstoff. Eine Tasse Kaffee enthält vergleichsweise nur bis zu 1,3 Prozent. Koffein beeinflusst sowohl die Gehirntätigkeit, als auch die Nierenfunktion stimulierend und hat positive Einflüsse auf Lunge, Verdauungsorgane und Leber. Durch die gefäßerweiternde Wirkung wird sogar die Herztätigkeit verbessert.
Desweiteren sind Gerbstoffe, also Tannine, enthalten, die dafür sorgen, dass Keime abgetötet werden und die einen zusammenziehenden Effekt haben, der für einen Schutz im Magen-Darm-Trakt sorgt. Durch die Tannine entsteht auch der leicht herbe Geschmack von Guarana.
Die entwässernden Saponine, auch Seifenstoffe genannt, bilden einen weiteren Inhaltsstoff, der zudem stimulierend auf die Nieren wirkt und Pilze sowie auch Parasiten bekämpft.
Theophyllin und Theobromin sind zwei besonders stimulierend wirkende Bestandteile, die sich positiv auf die Freisetzung von Kalzium auswirken und zudem die Herztätigkeit unterstützen.
Wichtig zu erwähnen sind auch das Cholesterol, das beim Aufbau der Körperzellen hilft, und Pektine, sowie pflanzliche Fette und Harz.
Koffein (4 bis 8 Prozent der Trockenmasse)
Gerbstoffe
12 Prozent Tannine (10 % Proanthocyanidine, 6 % Catechin, 3 % Epicatechin, 3 bis 4 % Mineralstoffe, 0 bis 0,25 % Theophyllin, 0,02 bis 0,04 % Theobromin, Saponine, Stärke, 6 bis 8 % Wasser)

In 1 Gramm Guarana-Pulver sind enthalten:
30 mg Fett
14,2 mg Asche
9,1 bis 76,0 mg Koffein
<98,6 mg Protein
<70,0 mg Harz
50 bis 60 mg Stärke
50 bis 120 mg Tannine
200 bis 400 ppm Theobromin
0 bis 2500 ppm Theophyllin

Guarana in der Küche

Guarana kann vielen Mahlzeiten als Ergänzungsmittel hinzugefügt werden. Bereits beim Frühstück kann das Pulver einfach zu den gewohnten Zutaten beigemischt werden, sodass Sie fit in den Tag starten können. Doch auch abgesehen von einfacher Beigabe zu Müsli, Joghurt oder Getränken, gibt es die Möglichkeit, es als Backzutat zu verwenden, beispielsweise in Brot oder Keksen. Allerdings darf die Temperatur beim Backen nicht 200 Grad überschreiten, da das Pulver sonst verbrennen kann und nicht mehr schmeckt. Auf die richtige Dosierung sollte dabei stets aufmerksam geachtet werden. Kinder sollten wegen dem hohen Koffein-Gehalt auf den Verzehr verzichten. Sollten Sie trotzdem für die ganze Familie backen wollen, reduzieren Sie den Guarana-Anteil um mindestens die Hälfte. Rezepte zu Keksen und weiteren Back-Ideen finden Sie im Internet oder in speziellen Kochbüchern. Grundsätzlich kann auch selbst experimentiert werden, solange die empfohlene Dosierung im Auge behalten wird.

Heutzutage gibt es auch diverse Snacks zu kaufen, wie beispielsweise Power-Riegel oder Energy-Drinks, die als Zwischenmahlzeit bestens geeignet sind, um die Energiereserven wieder aufzuladen oder um beim Sport die Leistung zu erhöhen.
Am bekanntesten ist der Guarana-Tee. Das Grundrezept ist einfach: In einen Liter heißes Wasser gibt man ungefähr einen Teelöffel des Pflanzenpulvers und lässt es aufkochen. Anschließend muss der Tee mindestens auf Körpertemperatur herabkühlen. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, beim Geschmack zu variieren. Ob mit Honig gesüßt oder herzhaft mit Ingwer – sogar in Form eines sommerlichen Erfrischungsgetränks mit Zitrone und Eis. Pur hat der Tee einen leicht herben Geschmack, vergleichbar mit grünem Tee.
Durch die vitalisierende Wirkung bereichert das Pulver auch gesundheitlich jeden Speiseplan. Somit starten Sie fitter in den Tag, haben ein größeres Wohlbefinden und können Ihre Konzentration positiv beeinflussen.

Fazit

Guarana ist die Pflanze mit dem höchsten Koffein-Gehalt und somit unschlagbar als Wachmacher. Dadurch, dass das enthaltene Koffein an Gerbstoffe gebunden ist und somit schonend und stetig an den Körper abgegeben werden kann, ist sie zudem eine besonders sinnvolle Alternative zu Kaffee, den viele Menschen nicht vertragen. Heutzutage sind die Samen der roten Beere besonders bei Studenten sehr beliebt, da sie die Konzentrationsfähigkeit steigern und das Erinnerungsvermögen verbessern. Die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Einnahme, gestalten das Konsumieren zudem sehr einfach: Mittlerweile gibt es Energy-Drinks, Power-Riegel, Kaugummi, Kapseln, Tabletten und Pulver, sodass man die Dschungelpflanze und ihre vielen positiven Eigenschaften einfach und unkompliziert in den individuellen Lebensstil und Alltag integrieren kann. Es sollte jedoch stets auf die Dosierung geachtet werden und man sollte sich nicht allzu sehr an die Einnahme von Präparaten gewöhnen. Im Umkehrschluss kann sogar eine Art Abhängigkeit entstehen, ähnlich wie bei Kaffee, sodass bei Absetzung Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen und Schwindel auftreten können.
Wer viel Sport treibt, kann durch die Einnahme auch die Leistung steigern, da die Energiereserven nicht so schnell aufgebraucht werden und es ermöglicht wird, länger aktiv zu sein.
Durch ihre erfrischende und vitalisierende Wirkungsform ist sie außerdem in vielen Hautpflegeprodukten enthalten, die die Hautstruktur verbessern und Cellulite und Durchblutungsstörungen vorbeugen können. In der Medizin dient sie der Linderung von Kopfschmerzen und Fieber und wird von vielen Menschen als erfolgreiches Mittel gegen den Kater eingenommen.
Zum Abnehmen eignen sich die Samen der Kletterliane jedoch nicht. Zwar wird über einen kurzen Zeitraum der Hunger gedämpft, jedoch nicht, wie von manchen Diät-Beratern behauptet, über mehrere Stunden. Um einen wirkungsvollen Effekt zu erzielen, müssten Unmengen an Guarana Tee oder Pulver konsumiert werden, was wiederum gefährlich für die Gesundheit wäre und den Blutdruck in die Höhe treiben kann. Es ist zwar wissenschaftlich erwiesen, dass der Energieverbrauch erhöht werden kann, aber auch dafür müssten zu große Mengen konsumiert werden.
Obwohl in diversen Studien bereits die vielen positiven Eigenschaften dieses Wundermittels erwiesen wurden, beschäftigen sich Wissenschaftler weiterhin intensiv mit der Forschungsarbeit. Studien an Ratten zeigten beispielsweise auch positive Wirkungen im Bereich der Potenzstörungen und bei gesteigerten Cholesterinwerten. Ebenso wurden erfolgreiche Tests durchgeführt, um kognitive Störungen und Hyperlipidämie zu behandeln. Auch gibt es bereits belegte Erfahrungsberichte, dass sich die Einnahme positiv auf Depressionen oder depressive Verstimmungen auswirkt, da ein gewisses Wohlbefinden des Gemüts eintritt – einerseits durch Abbau von innerem Stress, andererseits durch weniger Trägheit und Konzentrationsschwäche. Die Vermutung liegt also nahe, dass die Dschungelpflanze bald auch vermehrt in der Medizin eingesetzt wird.

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