Immer mehr Patienten wenden sich ab von der Schulmedizin und setzen statt dessen ihr Vertrauen in die Naturmedizin.
Laut Bundesgesundheitsministerium steigt die Nachfrage nach Naturheilmittel Jahr für Jahr. Auch immer mehr Ärzte bieten
alternative Heilmethoden als Behandlungsmethoden an, zur Freude vieler Patienten.

Natürliche Heilmittel vor unserer Haustüre

Viel zu diesem Thema aus früheren Jahren wurde von den Klöstern überliefert. Früher wurden die geernteten Pflanzen in trockenen Räumen aufbewahrt. Im Laufe der Jahrhunderte verwandelten sich diese Trockenräume in Klosterapotheken. Dort wurden die
einzelnen Pflanzen verarbeitet, zerteilt und miteinander vermischt. Die erfolgreichen angewandten Mischungen wurden niedergeschrieben und blieben bis heute erhalten.

In späteren Jahren wurden die Klostergärten in verschiedene Gärten unterteilt, in einen Obst-, Gemüse- und Arzneipflanzengarten. Dabei wurde je Pflanze ein Beet angelegt um deren Reinheit zu gewährleisten und eine Verwechslungsgefahr auszuschließen.
Dabei entstanden so genannte medizinische Sektoren, unterteilt in Sektion für Verdauungsbeschwerden, Atemwegserkrankungen usw.

In der Geschichte der natürlichen Heilmittel sorgte vor allem eine Frau für große Impulse, die gelehrte Frau von Bingen.
Sie verfasste Zeit ihres Lebens das bedeutendste Werk der Klostermedizin. In diesem Werk schrieb Sie mehr als hundert der wichtigsten Pflanzen der Klosterheilkunde nieder, deren heilende Wirkung und Entdeckung. Ihre Schriften sind auch heutzutage wertvoll für die Gesundheit.

Praktische Anwendung und Zubereitung von Kräutertees

Zubereitungen von Tees gehören mitunter zu den ältesten medizinischen Anwendungen bezüglich Naturheilmittel. Obwohl in der Zubereitung einfach sollten doch einige Anordnungen beachtet werden. Zubereitete Heilkräuter haben die Angewohnheit sich zu verflüchtigen, deshalb sollten sie nur in gut verschließbaren Gefäßen abgefüllt und aufbewahrt werden. Zudem muss man sie vor Licht, Feuchtigkeit und zu hohen Temperaturen schützen. Auch gilt es bei der Zubereitung von Tees deren Ziehdauer zu beachten, sowie die Art und Menge der Substanzen.

Es gibt drei verschiedene Arten der Zubereitung von Tees

Kaltwasserauszug

Da manche Wirkstoffe durch heißes Wasser zerstört werden, weicht man auf Kaltwasser aus. Hierfür werden nur die leicht löslichen Bestandteile aus der Pflanze gelöst und mit kaltem Wasser übergossen. Anschließend sieben Stunden ziehen lassen, umrühren und das Wasser mit einem Teesieb abseihen.

Abkochung

Bei Wurzeln welche mit Inhaltsstoffen gemischt werden, empfiehlt sich diese mit Hitze zu extrahieren. Die Inhaltsstoffe mindestens zehn Minuten lang kochen, anschließend abseihen und trinken.

Auszug mit Heißwasser

Die meist verbreitete Zubereitung von Tees ist das Überbrühen der Pflanzen mit kochendem Wasser. Hier werden den Pflanzen wasserlösliche Essenzen entzogen.

Zubereitung von Salben

Dabei werden Heilkräuter zusammen mit Öl erhitzt, damit werden die löslichen Inhaltsstoffe destilliert. Dazu können unter anderem Vaseline, Kokosöl oder Bienenwachs verwendet werden.

Beispiel Ringelblumensalbe

Für diese Salbe fünf Gramm Blüten in heißes Wasserbad gaben, verrühren und einige Tage ziehen lassen. Danach das Gebräu erneut im Wasserbad erwärmen und verrühren bis alles flüssig wird und die Blüten zu Boden sinken. Diese Mischung danach durch einen geeigneten Filter in ein Gefäß laufen lassen. Abschließend alles in verschließbare Gläser umfüllen und trocken bei Zimmertemperatur lagern.

Therapeutische Bäder ein alt bewährtes Naturheilmittel

Auch Bäder sind in der Naturheilkunde ein wichtiger Bestandteil bewährter Heilmethoden. Dabei wird unterschieden zwischen kalten, warmen und Wechselbädern. Je nach angewandter Therapie werden sie als Vollbäder oder Teilbäder angewandt.
Vor allem beigefügte Zusatzstoffe in ihren vielfältigen Formen entfalten dabei eine besondere heilende Wirkung, als Zusätze werden dabei unter anderem Öle, Salze oder Extrakte verwendet. Ein Bad sollte vor allem beruhigend und entspannend auf den Patienten wirken. Die Dauer eines Bades hängt in der Regel von der Temperatur ab. Allerdings sind Bäder nicht für alle Personen geeignet, so sollten solche die unter Herz-Kreislaufstörungen leiden von Bädern Abstand nehmen.

Bäder mit ansteigender Temperatur

Hier wird ausgegangen von 34 Grad Wassertemperatur diese schrittweise unter Zugabe von heißem Wasser auf bis zu 43 Grad erhöht. Solche Bäder werden vor allem vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten angewendet, auch bei Auskühlung.

Fußbäder mit ansteigender Badetemperatur

Da diese Bäder eine Erwärmung des gesamten Körpers bewirken wird auch gleichzeitig dessen Durchblutung dabei angeregt. Ideal bei einer beginnenden Erkältung.

Vorgehensweise: Füße in eine ausreichend mit Wasser gefüllte Wanne geben. Um die Wirkung zu optimieren macht es Sinn pflanzliche Zusätze oder alternativ ätherische Öle beizugeben. Benötigt wird außerdem zum Abtrocknen ein Handtuch.
Anschließend die Badetemperatur schrittweise auf etwa 37 bis 40 Grad erhöhen, am besten durch schrittweises hinzufügen von heißem Wasser. Danach die Füße etwa 20 Minuten baden. Nach Beendigung des Bades warme Socken anziehen und sich etwa 30 Minuten Ruhe gönnen.

Bekannte und beliebte pflanzliche Naturheilmittel, deren Wirkung und Einsatz

Kamille ist eine uralte und sehr beliebte Heilpflanze und einsetzbar bei zahlreichen Beschwerden. Seit alters her wird die Kamille bei Blasenentzündung, Magenkrämpfen, Blähungen, Erkrankungen im Bereich des After und der Genitalien sowie bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.
In der Naturheilkunde werden überwiegend die Blüten der Kamille verwendet, da sie die heilenden Inhaltsstoffe wie ätherische Öle enthalten. Diese wirken beruhigend, entzündungshemmend und wundheilend zugleich. Zudem hemmen sie Pilze und Bakterien in ihrem Wachstum.
Anwendungsformen: Als Tee eingesetzt beruhigt dieser den Magen und löst Verkrampfungen, in Form von Tee auch zum Gurgeln oder Spülen verwendbar. Bei Entzündungen im Bereich des After oder der Genitalien empfehlen sich Sitzbäder.

Knoblauch wurde schon in der Antike angepriesen dank seiner leistungssteigernden und gesunden Inhaltsstoffe. In der heutigen Heilkunde werden vor allen die Inhaltsstoffe erwähnt, welche Bakterien und Pilze erfolgreich bekämpfen. Knoblauch
verdünnt auch das Blut und wirkt somit Blutgerinnseln erfolgreich entgegen.
Gerne verwenden Knoblauch auch Personen deren Cholesterinwert zu hoch ist.
Anwendung in der Naturheilkunde findet Knoblauch bei erhöhten Blutfettwerten und zur Vorbeugung bei Gefäßveränderungen. Selbst vorbeugend gegen Arterienverkalkung wird er als hilfreiches Mittel angepriesen. Selbst bei Darmerkrankungen und bei Magenbeschwerden soll er eine heilende Wirkung entfalten.
Äußerlich wird Knoblauch bei Herpes angewandt.

Form der Anwendung

Vorbeugend gegen allerlei Beschwerden wird empfohlen, täglich zwei Knoblauch-Dragees einzunehmen. Wenn äußerlich angewandt, dann die geschälte Zehe des Knoblauchs zerdrücken und den entstandenen Brei auf die entsprechenden Stellen auftragen.

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